Tarifvertrag daimler kurzarbeit

Tarifvertrag daimler kurzarbeit

Was die WSWS Anfang vergangener Woche über die Salami-Taktik des Betriebsrats schrieb, ist nun bestätigt. Betriebsratschef Michael Brecht hat die realen Reduktionspläne des Konzerns nur in Scheiben angekündigt. Andernfalls würden Betriebsrat und IG Metall die Kontrolle über die Arbeitnehmer verlieren. Die Einführung von Kurzarbeit muss von Geschäftsführung und Betriebsrat beschlossen werden. Gibt es keinen Betriebsrat, müssen alle betroffenen Mitarbeiter ihre Zustimmung erteilen. Während ein Unternehmen öffentliche Kurzarbeit erhält, können neue Mitarbeiter nur für Teile des Unternehmens eingestellt werden, die nicht kurzarbeit sind. Darüber hinaus muss nachgewiesen werden, dass die vorgesehene Stelle nicht von anderen Mitarbeitern (Kurzarbeiter) des Unternehmens besetzt werden kann. Entlassungen während der Kurzarbeit sind möglich, aber der Arbeitnehmer muss während der Kündigungsfrist in eine Vollzeitbeschäftigung zurückkehren, und der Arbeitgeber hat keinen Anspruch auf das öffentliche Kurzarbeitergeld. “Unsere Zukunft hier im Neckartal ist eng mit der Zukunft des Antriebsstrangs verbunden, deshalb ist es heute wichtig, die Weichen für morgen zu stellen, denn Die Belegschaft und der Betriebsrat erwarten, dass das Unternehmen möglichst viele Dimensionen der elektrischen Antriebskomponenten produziert.” Der Anstieg der Standardstunden kann zu einer Veränderung der Arbeitsproduktivität führen, aber es ist unklar, ob die letzte Arbeitsstunde mehr oder weniger produktiv wird als zuvor. Einerseits können Ermüdungserscheinungen oder abschreckende Effekte ins Spiel kommen; andererseits dürfte der Anteil der nicht produktiven Zeit, die für die An- und Beendigung des Arbeitstages aufgewendet wird, sinken. Die Auswirkungen einer Produktivitätsänderung sind unklar.

Einerseits werden bei einem Rückgang der Grenzproduktivität mehr Mitarbeiter benötigt, um eine bestimmte Produktion zu erzielen, und die Elastizität der Beschäftigungsstunden bei konstanter Produktion nimmt ab (in absoluten Zahlen), was bedeutet, dass Arbeitnehmer und Stunden nicht eins zu einander ersetzt werden können, wie im vereinfachten Beispiel oben. Auf der anderen Seite sinkt auch die Gesamtarbeitsproduktivität, was in der Regel die Arbeitskräftenachfrage langfristig verringert. Das Manager Magazin hat ein Diagramm veröffentlicht, in dem 10 Produktionsstandorte weltweit als “wackelige Kandidaten” beschrieben werden, die von Schließungen oder Kürzungen bedroht sind. Die Standorte befinden sich in Deutschland, Brasilien, Mexiko, Südafrika, Polen, Frankreich und Finnland und beschäftigen 43.400 Arbeitnehmer. Standardstunden beziehen sich auf die gesetzlich festgelegte Wochenarbeitszeit, die durch Tarifvertrag oder durch Einzelverträge festgelegt wird.